
Als Schülersprecherin der RSN für das Schuljahr 2011/2012 stellt sich Lisa Schaffrath, 10 c vor gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Nico Radano, 10 a.
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Aktualisiert: 19. Dezember 2010
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In ausführlichen Schülersprechstunden wurden die Klassen 9a und 9b durch ihre Klassenlehrer über die Ergebnisse der Lernstandserhebung in der Woche vom 8. - 13 November informiert. Außerdem erhielten sie gezielte Förderhinweise.
Wer kennt sie nicht? Die BAM, Buchhandlung am Markt. Sie war bereits eine der ersten fünf Buchhandlungen Dürens in den sechziger Jahren. Ende Februar schließt diese Dürener ´Institution´ leider. Doch wie Hans Joachim Zehr (Besitzer der BAM) sagte, ist für sie die Altersgrenze nach fünfunddreißig Jahren erreicht. Der als Mitveranstalter von ´Der Lyrik eine Gasse´ bekannte Buchhändler gestand in einem Interview, dass es sich mit der BAM „so ergab“ und das Buchhändler gar nicht sein Traumjob war. Er ist es mit der Zeit jedoch geworden.
Wie man sich vorstellen kann, ist es in Düren als Buchhändler im Einzelhandel nicht so einfach sich gegen die wachsende Konkurrenz der Großketten durchzusetzen, doch guter Service hat zum Glück immer noch einen hohen Stellenwert bei den Kunden. Herr Zehr bewertete die Problematik des Einzelhandels so, dass es eben Kunden gibt, die größere, anonyme Läden lieber mögen. Wiederum gibt es Kunden die immer noch großen Wert auf eine fachlich qualitative Beratung und Kundenkontakt legt.
Abschließend erinnert sich Hans Joachim Zehr sehr gerne an seine Zeit in der BAM zurück und antwortete auf die Frage nach einem besonderen Erlebnis mit den Worten: „Wenn man über die Jahre so nette Kunden hatte, die zu einem hielten, ist das schon ein Erlebnis.“.
( Laura Laskewitz)
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Die Leiterin der Jugendbücherei, Frau Plum, stellt die Autorin vor„Oh, das sind aber viele Jungs", meinte die Jugendbuch-Autorin Susanne Clay, zu deren Lesung die Jahrgangsstufe 8der Städt. Realschule Nord - 58 Jungen und 22 Mädchen - in die Stadtbücherei eingeladen worden war. Die Protagonistin ihres im Januar 2010 erschienen Romans „Cybermob" ist nämlich die 16jährige Carmen, die im Laufe der Handlung Opfer von Cybermobbing wird. Dies, so die Vermutung, könne die Jungen vielleicht weniger interessieren.
Doch die Sorge der Autorin erwies sich als unbegründet.
Denn die Autorin verstand es sofort, Kontakt zu allen jugendlichen Zuhörern aufzubauen. Als Mutter von drei Kindern zwischen 7 und 16 Jahren weiß sie, wie man Jugendliche anspricht - und sie stellt topaktuelle Themen in den Mittelpunkt ihrer Romane.
Mit „Cyberrmob", greift sie ein brisantes Thema auf, denn für die meisten Jugendlichen gehört das Chatten in schüler.cc oder ähnlichen social communities zum Alltag und schon manch einer hat Erfahrungen mit anonymen Attacken im Internet gemacht. Der Jugendroman zeigt, wie Mobbing im Internet immer mehr in die Gefühlswelt des Mädchens Carmen eindringt und sie zum Opfer macht. Mit ausgewählten Kapiteln präsentierte Susanne Clay zunächst den Rahmen der Geschichte, erzählt von den Proben zu dem von der Schule geplanten Musical „West Side Story", in dem Carmen die Rolle der Anita übernehmen soll. Der erste Probentag zeigt dem Mädchen, die wegen ihres Aussehens von großen Minderwertigkeitskomplexen gequält wird, dass diese Rolle wie für sie gemacht ist. Dies bestätigen bewundernde Blicke der männlichen Darsteller und die Zustimmung der Lehrerin. Genau an dem Abend ihres Erfolges erhält Carmen die erste anonyme Mail, in der sie verletzt und beschämt wird.
Geschickt verstand es die Autorin während der Lesung, passende Sequenzen aus ihrem Roman vorzustellen, ohne zu viel vom Inhalt preiszugeben, denn es sollte Neugier auf das Buch geweckt werden.
Wie gut ihr das gelang, zeigte die sich an die Lesung anschließende Fragestunde. Sehr interessiert zeigten sich vor allem die Jungen, deren Fragen sich sowohl auf andere Bücher der Autorin, deren Entstehungsgeschichte als auch auf ihren persönlichen Lebenshintergrund bezogen. So erfuhren die Achtklässler, dass die Kölnerin ihren Durchbruch mit dem ersten Roman„Voll" erzielte. Darin thematisiert die Geschichte eines Mädchens, die wegen ihrer alkoholkranken Mutter in eine Co-Abhängigkeit gerät. Dafür erhielt sie den 2. Preis im „Peter-Härtling-Wettbewerb" für Kinder - und Jugendliteratur, der ihr den Weg auf den Buchmarkt ermöglichte.
Auch in ihren anderen Büchern greift sie das Schicksal von Jugendlichen in bedrohlichen Lebenssituationen auf. „Du siehst sie doch auch, die Lichter" behandelt das Problem der Partydrogen, „Der Feind ganz nah" stellt die familiäre Gewalt in den Mittelpunkt. Alle Themen werden von ihr sorgfältig recherchiert, da sie aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit Jugendlichen weiß, wie es Betroffenen geht, wie schwer es ist, aus schwierigen Verhältnissen herauszukommen.
„Ein Autor muss seine Figuren sehr gut kennen", sagt sie, sonst wirke man nicht glaubwürdig.
Ihren guten Draht zu Jugendlichen bewies Susanne Clay umso mehr, als sie zum Schluss die Rollen tauschte: nacheinander wurden drei Schüler zu „Vorlesern" und präsentierten ihren Klassenkameraden die Klappentexte der drei anderen Jugendroman.
Die Mädchen und Jungen zeigten sich von dem „Unterricht außer Haus" sehr angetan. So meinte Alina, dass die Autorin einen guten Einblick in das Buch gegeben habe, und gleichzeitig aber auch die Spannung aufrecht erhalten habe. Marcel fand gut, dass man auch etwas über das Leben der Autorin erfahren habe, sie habe so jung gewirkt. „Und man merkt, dass sie weiß „wie Jugendliche ticken", meinte Marco, einer der Vorleser, anerkennend.
Die Schulleiterin Pia Fuchs-Dransfeld dankte der Leiterin Kinder - und Jugendbücherei Frau Plum, dass sie diese Lesung ermöglicht hatte. Eine Autorin live erleben, der es gelingt, diesen lebendigen Kontakt zu Jugendlichen herzustelle , eine bessere Lesemotivation kann man sich kaum vorstellen.